Die Umkehr
Warum die Beweislast nicht bei der Partnerschaft liegen sollte, sondern bei der Eigenleistung, die sich gegen den Markt behaupten muss.
Kap. 2–4Ein Buch über Wirtschaftlichkeit, Auftraggeberkompetenz und die Frage, was § 7 der Bundeshaushaltsordnung von der öffentlichen Hand tatsächlich verlangt.
Von acht Teilen des Buchs, in der Reihenfolge des Manuskripts.
Warum die Beweislast nicht bei der Partnerschaft liegen sollte, sondern bei der Eigenleistung, die sich gegen den Markt behaupten muss.
Kap. 2–4Eine Bestandsaufnahme gescheiterter ÖPP-Projekte, gelesen gegen den Strich: als Führungsfehler, nicht als Beleg gegen das Modell.
Kap. 8–10Wie Auftraggeberkompetenz zur eigentlichen Kernkompetenz moderner Verwaltung wird, von Infrastruktur bis zur digitalen Steuerung.
Kap. 11–14ÖPP scheitern nicht an ihrer ökonomischen Logik, sondern an einer staatlichen Kultur, die Eigenleistung moralisch über Effizienz stellt.
Baron und Wetzel zeigen, dass § 7 Abs. 2 BHO die Beweislastumkehr längst vorschreibt. Eigenleistung muss sich rechtfertigen, sobald der Markt nachweisbar wirtschaftlicher liefert, und dafür braucht es keine neue Gesetzeslage, sondern eine Verwaltung, die den bestehenden Paragrafen ernst nimmt.
Das Buch verfolgt diese Umkehr von klassischer Infrastruktur über die Digitalisierung der Verwaltung bis zu den ersten KI-Anwendungsfeldern des Staates, immer entlang derselben Frage: mit wem der Staat sich beim Bauen misst.
Warum die wahre Wirtschaftlichkeitsprüfung Verzögerungs-, Opportunitäts- und Qualitätskosten mitrechnen muss.
Warum Einkauf nicht mit der Beschaffung beginnt, sondern mit der Entscheidung, was überhaupt an den Markt geht.
Eine Vermessung dessen, was der Staat selbst herstellen sollte und wo Eigenleistung zum Selbstzweck wird.
Was passiert, wenn der Staat sich selbst beauftragt, und wer dabei die Auftraggeberrolle eigentlich ausfüllt.